Internationale Best Practice Beispiele

#SkodfritDanmark

Was: #SkodfritDanmark

Wer: Umweltministerin Dänemarks Lea Wermelin

Wo: Amager Strandpark, Kopenhagen

Worum geht’s?

Dänemarks Umweltministerin Lea Wermelin hat mit #SkodfritDanmark eine Kampagne gegen das „Kippenproblem“ gestartet. Zigarettenstummel sind der häufigste Abfall, der in der Umwelt zu finden ist. Die Dänen sollen durch die besondere Kunstinstallation auf die vielen Zigarettenstummel aufmerksam gemacht werden, die sich im Sand an Stränden und überall in der Natur und Städten verstecken und zudem motiviert, sich besser um die Umwelt zu kümmern, denn die Stummel sind sowohl giftig als auch teuer zu entfernen. Werden die Stummel nicht fachgerecht entsorgt, landen sie in der Natur und zerfallen nach fünf bis zehn Jahren zu Mikroplastik, welches nicht mehr einfach so verschwindet, sondern zusätzlich mit Giftstoffen und Schwermetallen die Umwelt belastet. Die Umweltministerin will mit der Kampagne auch die Tabakhersteller in die Verantwortung ziehen. Auf lange Sicht sollen die Tabakhersteller für die Aufräumarbeiten zuständig gemacht werden. Künftig müssen die Hersteller für die Reinigung ihrer Produkte bezahlen und ihre Kund*innen darüber informieren, dass die Zigarettenstummel Plastik enthalten und nicht in die Umwelt geworfen werden dürfen.

Copyright der Bilder: © Danish Ministry for Environment

„Saubere Arktis“ - Zentrum für Umweltinitiativen „Saubere Arktis“

Was: „Saubere Arktis“

Wer: Zentrum für Umweltinitiativen „Saubere Arktis“

Wo: Murmansk, Russland

Worum geht’s?

Das Zentrum für Umweltinitiativen „Saubere Arktis“ begann seine Aktivitäten in der Region Murmansk im Februar 2018, was auf eine sehr positive Resonanz bei den Einwohner*innen der Stadt und der Region insgesamt stieß. In den arktischen Regionen werden Umweltprobleme von der Bevölkerung sensibler als in anderen Gebieten Russlands wahrgenommen. Die Tätigkeit des Zentrums ist auf die ökologische Erziehung der Bürger*innen, die Popularisierung des Öko-Ehrenamtes und die Förderung einer ökologischen Kultur ausgerichtet. Bis heute haben die Öko-Freiwilligen des Zentrums „Saubere Arktis“ über 300 Veranstaltungen und Aktivitäten sowie über 40 Aufräumaktionen durchgeführt. Zwischen 2018 und 2019 wurde im Rahmen der Aktivitäten des Zentrums in der Region Murmansk ein wichtiges Projekt mit dem Namen „Batterien – Gib auf!“ (russ. Batarejka – sdavajsja) gestartet und elf Sammelstellen für Altbatterien eingerichtet.

Kontakt

Name: Makarova Ekaterina, Direktorin des Zentrums für Umweltinitiativen „Saubere Arktis“

E-Mail: cleanarctic51@gmail.com

Facebook: https://www.facebook.com/groups/cleanarctic

Instagram: cleanarctic_51

Copyright der Bilder © Makarova Ekaterina

Strand Öko-Aschenbecher

Was: Strand Öko-Aschenbecher

Wer: Larnaka Tourism Board

Wo: Larnaka, Zypern

Worum geht’s?

Mehrere Gemeinden der Region Larnaka haben sich zusammengetan, um Larnakas Küstenlinie in der Sommersaison von Zigarettenabfällen sauber zu halten. Die Initiative stellte Raucher*innen an 10 der beliebtesten Strände der Region kostenlose Kegelaschenbecher als Alternative zum Entsorgen von Zigaretten im Sand zur Verfügung.

Kontakt

Institution: Larnaka Tourism Board (Εταιρεία Τουριστικής Ανάπτυξης και Προβολής Λάρνακας)

Website: www.larnakaregion.com   

Copyright der Bilder: © Larnaka Tourism Board

Conscious Cup Campaign

Was: Conscious Cup Campaign

Wo: Irland

Worum geht’s?

Die Conscious Cup Campaign ist eine gemeinnützige Umweltinitiative, die von einer Gruppe besorgter Einzelpersonen gegründet wurde, um die Zahl der Einweg-Kaffeebecher in Irland zu reduzieren und schließlich ganz abzuschaffen. In Irland werden schätzungsweise über 22.000 Einwegbecher pro Stunde verwendet, die meist verbrannt werden. Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, warum die Wiederverwendung so wichtig ist und wie die Verringerung unseres Abfalls unsere endlichen Ressourcen und damit unseren Planeten schützt. Dies wird erreicht, indem Cafés ermutigt werden, bewusste Verbraucher*innen zu belohnen, indem sie Anreize für die Mitnahme ihres eigenen Abfalls schaffen. Im Gegenzug wird das Café auf einer Karte verzeichnet und über soziale Kanäle beworben. Die Kampagne arbeitet mit Bürger*innen, Gemeinden, Organisationen und Bildungseinrichtungen zusammen, um das Bewusstsein für die Kreislaufwirtschaft zu stärken.

Kontakt

E-Mail: info(at)consciouscup.ie

Copyright: no info needed

#Plasticoamais

Was: #plasticoamais

Wer: DECO, der portugiesische Verband für Verbraucherschutz

Wo: Lissabon, Portugal

Worum geht’s?

Der portugiesische Verband für Verbraucherschutz – DECO – ein privater gemeinnütziger Verein, der seinen Sitz in Lissabon hat, ist die wichtigste Referenz in Portugal bei der Verteidigung von Verbraucherrechten. Da Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit in den Aktivitäten von DECO stets präsent waren, wurde am 06.05.2019, dem Weltumwelttag, die Kampagne #plasticoamais gestartet, mit DECO die Verbraucher aufforderten, Fotos von Produkten mitzuteilen, die übermäßig oder ungerechtfertigt in Plastik verpackt sind. Zu diesem Zweck wurden eine E-Mail-Adresse (plasticoamais@deco.pt) und die Seite @plasticoamais in den sozialen Netzwerken Twitter, Instagram und Facebook zur Verfügung gestellt. Über diese Kanäle gingen mehr als 1.150 Beschwerden und mehr als 100 E-Mails mit Hinweisen auf Produkte und Vorschläge ein. Die Kampagne stieß auf ein großes Medienecho: Insgesamt 119 Nachrichten, darunter digitale und schriftliche Presse, Radio und Fernsehen, berichteten über den Start dieser Initiative. Allein in der ersten Woche gingen bei DECO 235 Beschwerden ein, wobei mehr als 300 Bilder online veröffentlicht wurden. Diese Fotos wurden an die jeweiligen Hersteller/Einzelhändler geschickt, mit denen sich DECO teilweise traf, um Lösungen zur Reduzierung oder Alternativen für die jeweiligen Verpackungen zu fordern.

Die Analyse der Verbraucherbeschwerden ergab, dass fast die Hälfte (41%) des identifizierten unnötigen Plastiks von frischen Lebensmitteln stammt, gefolgt von Lebensmittelgeschäften (mit 19%). Der häufigste Kunststoff, der in der Verpackung von Online-Bestellungen gefunden wird, ist in der Produktkategorie "Sonstige" enthalten, die 15% der eingegangenen Fotos ausmacht. Auf Plastik in Produkten zum Mitnehmen entfallen fast 6% der Beschwerden. Die Verbraucher warnten auch vor Plastik beim Verkauf von Milchprodukten (5,59%), Toilettenartikeln und Kosmetika (4,3%), Getränken (3,65%), Tiefkühlprodukten (3%) und schließlich Reinigungsmitteln (2%).

Mehr über die Kampagne auf: https://www.youtube.com/watch?v=kfOfREmQloI&t=42s 

Kontakt

Name: Andreia Almeida

Bereich: Legal Advisor – Costumer Support Office

E-Mail: plasticoamais(at)deco.pt

Anschrift: 21 371 02 84 / Rua da Artilharia Um, 79-4 1269-160 Lisboa

Copyright: @DECO @plasticoamais

GEFÖRDERT VON

Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz mit Mitteln zur Unterstützung der Internationalen Zusammenarbeit gefördert und vom Umweltbundesamt begleitet. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.